MAL Effekt-Technik GmbH zähmt den Puma Nr.1



Essemtec wird anlässlich der Productronica 2017 in München die Weltneuheit Puma präsentieren. Als erste Firma hat die MAL Effekt-Technik GmbH (kurz: MAL) die Puma mit der Option 1800 mm x 610 mm Leiterplattengrösse bestücken zu können bestellt -  und dies Monate vor der Markteinführung!

Im Interview erklärt Markus Vockenroth, Inhaber und Geschäftsführer der MAL Effekt-Technik GmbH, wie er aus einem Garagenbetrieb ein florierendes mittelständisches Unternehmen im Bereich der LED Produktion erschaffen hat und warum er von der Puma begeistert ist.

ESS: Herr Vockenroth, in den letzten Wochen ist die MAL in ein neues, hochmodernes und 6 Mio. Euro teures Betriebsgebäude umgezogen. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis? Wie konnte sich in nur 20 Jahren ein Garagenbetrieb in ein 65 Mitarbeiter zählendes Unternehmen entwickeln, welches sich hervorragend im schwierigen Markt der LED Produkte behauptet und stark weiterwächst?

Herr Vockenroth: Damals, als 20jähriger junger Mann, wollte ich mich unbedingt selbstständig machen. Ich konnte mir einen 8-17 Uhr Job nicht vorstellen. Wir begannen mit der Installation der elektrischen Infrastruktur von Diskotheken. Licht war immer ein faszinierendes Thema. Als ein grosser Leuchtenhersteller Konkurs ging, haben wir sein gesamtes Lager aufgekauft und begonnen, dessen Kunden mit Serviceleistungen zu bedienen. Danach kamen Schwimmbäder, welche Ihre Rutschen und Becken professionell beleuchtet haben wollten. Die Leuchten unter Wasser hatten aber ein Problem: Sie mussten jedes Jahr gewartet werden und waren nicht langlebig. Man musste also das ganze Becken sehr oft entleeren. Da hörten wir von der neuen Technologie LED und begannen, LEDs zu verbauen, als dies noch keiner machte. Wir sahen aber das riesige Potential und setzten kurze Zeit später voll auf die LED Technologie. Dies war so um 2002. Wir waren da richtige Pioniere und mussten manchmal auch viel Lehrgeld bezahlen. Die harte Arbeit, der Mut etwas zu machen, was noch kein anderer gemacht hat, führten danach zu diesem überproportionalen, gesunden Wachstum. Wir haben also aufs richtige Pferd gesetzt.

ESS: Was ist heute die Herausforderung, um am LED Markt zu bestehen, vor allem gegen die Asiatischen Anbieter?

Herr Vockenroth: Wir machen nur ganz wenig Massenware. Es hat überhaupt keinen Sinn, preislich gegen die Asiaten zu konkurrieren. Der LED Markt ist riesig und wächst weiter. Wir haben uns auf kundenspezifische Komplettlösungen als OEM und EMS spezialisiert. Dabei setzen wir eine hohe Produktionstiefe. Wir haben zwei SMD Linien von Essemtec und mehrere auf Bearbeitungszentren für die Mechanik. Wir machen also alles, von der Schaltung bis zum Kühlkörper unter einem Dach. Ein Beispiel: LEDs, welche nicht Massenware sind, können schwierig zu bestücken sein. Sie können kleben bleiben, haben ungewöhnliche Formen und Lichtdome, welche auch nicht berührt werden dürfen. Da muss man sich auskennen. Wir haben uns entschlossen alle Sauger für die SMD Maschinen selber herzustellen. Essemtec hat uns die Softwaremöglichkeit gegeben, die Sauger selber zu definieren. Wir haben also extrem viel Erfahrungen gesammelt und setzen diese für unsere Kunden ein. Unsere Kunden profitieren von diesem Knowhow und Asien ist in vielen Fällen kein Thema. Der Preis ist wichtig, aber meist nicht entscheidend.


Bild 2 Jürg Schüpbach Essemtec und Markus Vockenroth CEO m.a.l effekt vor der neuen Puma

ESS: Was war Ihr bester geschäftlicher Entscheid seit Sie Unternehmer sind?

Herr Vockenroth: An die Visionen die man hat zu glauben und diese mit Partnern wie Essemtec Realität werden zu lassen

ESS: Was würden Sie jungen Leuten raten, wenn Sie in die Selbständigkeit gehen wollen?

Herr Vockenroth: Wenn man in die Selbständigkeit geht, braucht man Mut, Durchhaltewillen und muss hart arbeiten. Man sollte sich eine Nische suchen und nicht das probieren, was viele schon machen, nur um dort auch ein Stück vom Kuchen abzubekommen.

ESS: Seit vielen Jahren bestücken Sie auf Essemtec Systemen verschiedenster Generationen. Was hat Sie dazu bewogen, nun die allererste Maschine eines neuen Konzeptes zu bestellen, welches noch nicht einmal auf dem Markt ist?

Herr Vockenroth: Wir expandieren weiter und brauchten eine dritte SMD Linie. Sehr lange Leiterplatten bis 1.8 m sind meines Erachtens langfristig ein Thema. Klebeprozesse halten immer mehr Einzug in die Produktion und auch Lotpasten jetten bei den sehr langen Boards ist ein Thema. Also brauchen wir auch eine gute Dispenslösung auf dem Bestücker. Mit diesen Vorgaben haben wir uns auf der SMT Nürnberg 2017 umgesehen. Essemtec hat uns den kleinen Bruder der Puma, die FOX, vorgestellt und das Konzept hat uns überzeugt. Die Plattformen sind ausser der Grösse identisch. Das einzige Problem war die Leiterplattengrösse. Die Puma erfüllt alle unsere Anforderungen. Wir sind mit Essemtec sehr zufrieden und unsere zwei Cobra-Linien laufen ausgezeichnet. Die neue Strategie von Essemtec ist gut und plausibel. Das Vertrauen ist da und es gab also keinen Grund, nicht vorzeitig in diese neue Plattform zu investieren. Betasites laufen ja bereits. Essemtec optimiert auch immer noch die alten Systeme. Unsere zwei Cobra Bestücker erhielten im Sommer eine neue Software, welche die reale Bestückleistung um über 25 % erhöhte. Das nenne ich Innovation.

ESS: Was gefällt Ihnen vor allem am Puma Konzept?

Herr Vockenroth: Das neue Konzept der Puma hat uns sofort begeistert. Wir können mit der gleichen Maschine Prototypen fahren, aber vor allem auch Hochleistung von über 15'000 BE/h bestücken und mit der Long Board Option Leiterplatten bis 1.8 m Jetdispensen und bestücken. Diese extreme Flexibilität ist wohl einmalig im Markt. Wir können innerhalb der Puma und mit zusätzlichen Modulen jederzeit erweitern. Die Maschine ist nun seit einigen Wochen in der Produktion und unsere hohen Erwartungen wurden voll erfüllt. Da das Konzept auf der FOX im Markt schon seit über einem Jahr bewiesen ist, können wir sagen, dass ein Kunde kein Risiko eingeht.


Bild 3: Die Puma Konfiguration bei m.a.l mit 4 Pick und Place Köpfen und einem Jet Dispenser für Lotpaste

Das Interview führte Paul Joseph, Area Sales Manager, Essemtec AG

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Unser Kerngeschäft ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von innovativen, kundenspezifischen LED-Modulen. Mithilfe unserer qualifizierten Mitarbeiter und hochwertigen Maschinen finden wir für jede Ihrer Anforderungen eine maßgeschneiderte Lösung – von der Skizze über erste Prototypen und Muster bis hin zum einsatzbereiten Produkt! www.mal-effekt.de/

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